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Eisbär

Kleinsteisbrecher "Eisbär"; Vermutlich ein ehemaliger Wassertraktor (auch Stößer oder Stoßboot) zum Bewegen von Bargen.

Länge ü.a. 8,7 Mt.
Breite ü.a. 2,5 Mt.
Tiefgang 1,0 Mt.
Verdrängung 7 t.
Antrieb Perkins Diesel 60 PS
Material Stahl genietet
Baujahr 1928
Werft Hitzler Werft Deutschland
Heimthafen Korneuburg / FHS Güterkahn
Eigner

Hans, Wolfgang und Anneliese Hacker
Bahnstraße 31
3452 Atzenbrugg
info[at]styla.at

 

Eisbär

Eisbrecher "Eisbär"

Modell im Maßstab 1:50

Der Rumpf, Schrauben und Ruderanlage der "Eisbär" sind im Original erhalten, beim Aufbau ist nur der niedere vordere Teil mit dem vordersten runden Bullauge original, der übrige Yacht-ähnliche Aufbau ist als Schweißkonstruktion eindeutig jüngeren Datums. Der Perkins Diesel ist zwar nicht orignal, die übrige Bauart läßt aber im geschichtlichen Zusammenhang auf einen ähnlichen starken Dieselmotor als Erstausstattung schließen. Es gibt wenige gesicherte Daten, doch aus der auffälligen Bauart sowie immer noch vorhandenen Ausstattungsdetails lässt sich einiges vermuten:

Es dürfte sich um einen Wassertraktor (auch Stößer, Stoßboot) handeln, wie sie von 1928 bis 1934 in Deutschland in größerer Anzahl gebaut wurden. Das waren aufwändig gebaute, hoch spezialisierte Fahrzeuge für Flußmündungen und Kanäle. Ziel war wohl hohe Schleppkraft und gute Wendigkeit bei schmaler Bauweise und wenig Tiefgang. Die Bargen wurden seitlich angegelascht und so in die damals häufig noch natürlichen "Häfen" wie Flussmündungen und Buchten geschleppt, die für die großen Zugschiffe nicht zugänglich waren.

Die mit fast 100 cm sehr große Schraube, das sehr große Ruder, der für die Schiffsgröße überdimensionierte Poller am Vordeck, die Seilumlenkbeschläge seitlich und der mit 2 Mt. extrem schmale Rumpf (der seitliche Rundgang mit Reling und die eckige Plattform am Heck ist angeschweißt und viel jüngeren Datums) sprechen eindeutig für die Bestimmung als Schlepp- bzw Stoßfahrzeug; Die für Eisbrecher durchaus typische Bugform und die große Wandstärke des Rumpfes für die Bestimmung als Fahrzeug mit Eisklasse.

Nun gibt es in der Fachzeitschrift "Yacht" Jahrgang 1934 Heft 47 Seite 15 (www.yachtsportarchiv.de unter Volltextsuche nach "Wassertraktor" suchen) einen Bericht über sogenannte Wassertraktoren, die auch Stößer oder Stoßboote genannt wurden. Der Bericht datiert die größte Bautätigkeit auf 1926 bis 1928 (dann ein Einbruch wegen des Rückganges der Frachttätigkeit im Zuge der Wirtschaftskrise), ein Wiedererstarken der Bautätigkeit von 1932 bis zum Erscheinen eben dieses Berichtes 1934. Der im Bericht gezeigte Linienriß zeigt erstaunliche Parallelen zu unserem Fahrzeug, z.B. die Ausführung als tiefgehender Knickspantrumpf mit großem Schraubentunnel, sowie die sehr ähnliche Länge und die Proportionen des Fahrzeugs. Wie nah am Puls der technischen Entwicklung diese dieselbetriebenen Kleinfahrzeuge damals waren, zeigt eine geschichtliche Parallele: Ab 1926 wurden erstmals(!) Dieselmotoren in PKWs eingebaut. Und die im Bericht genannten 30 - bis 60 PS waren nicht gerade wenig in Zeiten, wo sogar Dampfschlepper mit 19 m Länge, 3,6 m Breite, 1,4 m Tiefgang und 65 t Verdrängung mit 75 PS unterwegs waren (Schlepper Max, Bj. 1909 heute mit dem Namen "Fortuna" ein auf Land liegendes Museumsschiff). Unser Dampfschlepper "Pascal" (Bj. 1907) ist mit 170 PS aber schon deutlich stärker motorisiert.

Ganz anders dagegen die bekannten typischen Festmacher und Schutenschleppfahrzeuge Hamburgs: Mit 1,5 Mt. Tiefgang und 3 Mt. Breite bei 8,5 Mt. Länge sowie Rundspantrumpf ohne getunnelten Antrieb und Steuerung über Pinne sind sie von der Konzeption her komplett andere Fahrzeuge. Außerdem stammen die mir bekannten Fahrzeuge allesamt aus den 60er Jahren.


Übrigens stammt unser Fahrzeug wohl nicht von der bekannten heute noch aktiven "großen" Hitzlerwerft in Lauenburg, sondern wohl von der kleineren, seit Jahrzehnten geschlossen Hitzlerwerft. Das ergab meine telefonische Anfrage bei der erstgenannten "großen" Hitzlerwerft ("solche Fahrzeuge wurden von uns in der Firmengeschichte nicht gebaut, aber es gab ja noch die andere...").

Leider haben wir nicht einmal die geringsten Anhaltspunkte, wo er in seiner aktiven Zeit eingesetzt wurde, in der Chronik taucht er erstmals wieder 2002 auf, wo er von Claudia und Jürgen Kirchberger (haben hier eine, mit wunderbaren Bildern und Segelerlebnissen prall gefüllte Homepage: www.fortgeblasen.at) in traurigem Zustand am Donauufer gefunden, gekauft und bis 2003 einer liebevollen Totalrestauration unterzogen wurde. Nachdem aber unsere schöne Donau für zwei echte Weltreisende doch zu beengt war, boten sie das Schiff auf eBay an, wo es mein Vater Wolfgang kaufte. Die erste Besichtigung war im Winter bei rundum gefrorenem und schneebbedecktem Wasser, genau so wie man sich einen Eisbrecher vorstellt :-)

Inzwischen hat er eine neue Kardanwelle zum Getriebe, eine besser schallschützende Motorbehausung und eine Ölauffangwanne unter dem Motor bekommen, die ursprünglich sehr hohen Masten haben wir zur Verbesserung des Schwerpunktes durch kurze Aluminium-Masten ersetzt. Als nächstes ist eine neue hölzerne Scheuerleiste fällig.

Von dem Fahrzeug im heutigen Bauzustand gibt es zwei funkferngesteuerte Modelle, eines in 1:50 und eines in 1:87.


Maximilian Hacker

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