PDF erstellen
Druckversion
  • fileadmin/Bibliothek/HeaderBilder/Sektionen/Schiffseigner/010aac1b70.jpg
  • typo3temp/pics/00b4f2178e.jpg
  • typo3temp/pics/030ff6bbf2.jpg
  • typo3temp/pics/05c463888c.jpg
  • typo3temp/pics/0690dea406.jpg
  • typo3temp/pics/0a5046d4a9.jpg
  • typo3temp/pics/0c2ead0f0a.jpg
  • typo3temp/pics/0ddb76700e.jpg
  • typo3temp/pics/116f3a6397.jpg
  • typo3temp/pics/1340ef902b.jpg
  • typo3temp/pics/1eda44aee0.jpg
  • typo3temp/pics/211131b1ac.jpg
  • typo3temp/pics/24987c934a.jpg
  • typo3temp/pics/2541b82923.jpg
  • typo3temp/pics/275c4c8e1d.jpg
  • typo3temp/pics/276b3a29fa.jpg
  • typo3temp/pics/2c6a137f77.jpg
  • typo3temp/pics/3de9ea94e2.jpg
  • typo3temp/pics/3f45f0e371.jpg
  • typo3temp/pics/409b9fe785.jpg
  • typo3temp/pics/418540770a.jpg
  • typo3temp/pics/440b78e6cf.jpg
  • typo3temp/pics/443d150427.jpg
  • typo3temp/pics/44f2135495.jpg
  • typo3temp/pics/46fa4c44ca.jpg
  • typo3temp/pics/4b855de8cb.jpg
  • typo3temp/pics/4e1d1db9f0.jpg
  • typo3temp/pics/4e6581df35.jpg
  • typo3temp/pics/5495e32843.jpg
  • typo3temp/pics/562752f665.jpg
  • typo3temp/pics/56547d6c33.jpg
  • typo3temp/pics/57a7bed7af.jpg
  • typo3temp/pics/5eaa476d99.jpg
  • typo3temp/pics/5fd542e12c.jpg
  • typo3temp/pics/6844cdfb15.jpg
  • typo3temp/pics/685d5e16c4.jpg
  • typo3temp/pics/7156d5fcf5.jpg
  • typo3temp/pics/729844c3a5.jpg
  • typo3temp/pics/7a490cd589.jpg
  • typo3temp/pics/80671b5339.jpg
  • typo3temp/pics/843dfcf01d.jpg
  • typo3temp/pics/886cfc8270.jpg
  • typo3temp/pics/88aa6268ba.jpg
  • typo3temp/pics/936ddc3b3a.jpg
  • typo3temp/pics/94fae3a5d7.jpg
  • typo3temp/pics/9ff81f814c.jpg
  • typo3temp/pics/a06e4876ef.jpg
  • typo3temp/pics/a1b3b9ad91.jpg
  • typo3temp/pics/a5c7c3c95c.jpg
  • typo3temp/pics/a9bb6d1f8e.jpg
  • typo3temp/pics/aab6783581.jpg
  • typo3temp/pics/ac127da8cf.jpg
  • typo3temp/pics/b3284ac806.jpg
  • typo3temp/pics/bba9929761.jpg
  • typo3temp/pics/bc55442d5a.jpg
  • typo3temp/pics/c15e5a44e6.jpg
  • typo3temp/pics/c758e3d478.jpg
  • typo3temp/pics/ca07b6ee83.jpg
  • typo3temp/pics/cebf210ede.jpg
  • typo3temp/pics/d3b9fa58f6.jpg
  • typo3temp/pics/d4724b789b.jpg
  • typo3temp/pics/e186411be5.jpg
  • typo3temp/pics/ed6212929a.jpg
  • typo3temp/pics/ee98f50262.jpg
  • typo3temp/pics/f0a44c4ea6.jpg
  • typo3temp/pics/f2a9d547e9.jpg
  • typo3temp/pics/f328ff619c.jpg
  • typo3temp/pics/f547d227b8.jpg
  • typo3temp/pics/fa5a8dc56a.jpg
  • typo3temp/pics/fdf6cdb960.jpg
  • typo3temp/pics/fefddcceb0.jpg

Phoenix II

Die Phoenix II mit ihrem doppelt genieten Rumpf wurde in ihrer Laufbahn mindestens drei Mal umgebaut. Über ihre Jugend ist nichts bekannt, dafür umso mehr aus den jüngsten 30 Jahren.

Länge ü.a. 14,5 Mt.
Breite ü.a. 4,00 Mt.
Tiefgang 1,40 Mt.
Verdrängung 13 t.
Antrieb Deutz DTA-44 / 135 PS
Material Stahl, Rumpf doppelwandig genietet
Baujahr ca 1930/1940
Werft Niederländische Werft - unbekannt
Heimthafen Frankfurt West / Wien Kuchelau
Eigner

Leopold-R. Kugel
Heiligenstädter Straße 213
1190 Wien, AT
l.kugel[at]fhsaustria.org

Phoenix II

Phoenix II

Eigner L.-R. Kugel
Fahrt für das Bundesdenkmalamt
Winter 2011

Wechselhafte Geschichte eines Schiffes, das heute seine Dienste nur mehr pour loisir absolviert. Die "Phoenix" wurde im Zeitraum 1930 gebaut, darauf deutet der doppelt geniete Rumpf hin; Spätestens 1940 wurde auch in Holland nicht mehr genietet, daher kann man ein späteren Stapellauf schon von der Bauweise her ausschließen.
In einer niederländischen Werft wurde das Schiff mit seinem Zwiebelrumpf ursprünglich wahrscheinlich als Barge gebaut. Fundstellen im Rumpf beim ersten eigenen Umbau lassen darauf schließen, daß zunächst ein Einzylinder eingebaut war, der zunächst durch einen unbekannten Antrieb ausgetauscht und in den sechziger Jahre wiederum durch einen Daimler OEM 513 ersetzt wurde. Die beim ersten Umbau am Kiel eingesetzte Gondel für die Aufnahme des Motors wurde dann seitlich erweitert, um dem Daimler den notwendigen Platz zu schaffen.
Wir entdeckten das Schiff 1984 im Frankfurter Westhafen - zu diesem Zeitpunkt hatten wir in einer Scheune in Groß-Gerau einen altösterreichischen Minensucher stehen (13 Meter Holz mit GFK überzogen), den wir herrichten und fertig machen wollten. Die Hitze in der sommerlichen Scheune war prohibitiv, die Gelsen durch den nahen Rhein eine Plage und die Kälte im Winter ebenfalls. Der einzige Ort, wo man sich dort gefahrlos aufhalten konnte, war die örtliche Kneipe - was wir auch weidlich ausnutzten. In der Zwischenzeit nutzten wir eine in der Familie geborgte Chris Craft mit Jetantrieb, die wir im Westhafen geparkt hatten.
Und in diesem Hafen stand sie; Wir besichtigten sie oft und waren uns einig: So ein Schiff wollten wir, keinen Renner, sondern einen Verdränger mit Platz und Flair, der richtigen Raumaufteilung und Entspannungsgarantie. 1987 war es soweit: Der Vorbesitzer mußte ver- und wir kaufen. In einer Nachmittags- und Nebelaktion ging der Deal über die Bühne; Unsere Ehefrauen informierten wir erst einen Tag danach.
Seitdem ist viel Wasser den Rhein, den Main und die Mosel hinabgeflossen und wir mit. Aber wer nie in Straßburg an der place de la bourse übernachtet hat und in der Abendsonne auf sein Schiff geblickt hat... 1997 ging es zum ersten Mal über den Main-Donaukanal nach Wien. Ein ganz anderes Revier, ein anderer Strom - und der Daimler zeigte bei Hochwasser seine Schwächen. Von Budapest aufwärts wurden die Etappen immer länger und ebenso die Zeit, die man einzelne Bäume am Ufer bewundern konnte.
Folgerichtig kam 2006 die Entscheidung: Ein stärkerer Motor muß her. Es wurde ein Deutz DTA-44 - er paßte gerade in die Gondel unter dem Schiff, ein weiteres Mal Aufschweißen war nicht notwendig. Und wenn man schon... dann halt auch eine hydraulische Steuerung statt Ketten, Simrad statt Pi mal Daumen. Da kommt es dann auf die elektronischen Flußkarten und Autopilot auch nicht an und man könnte ja auch ohne Krächzen am Funk - ist ja ohnehin Platz für zwei Geräte und das Radar kann man bei der Gelegenheit ebenfalls gleich mit tauschen. Und natürlich für die Herbst- und Wintertage eine anständige Webasto einbauen. So war es nicht geplant - aber so geschah es. Der alte Daimler kam in die MS Ana, die seitdem übermotorisiert unterwegs ist. Aber besser ein wenig zu viel Kraft, als ein wenig zu wenig.
Und es begab sich, daß 2009 die offensichtlich später zugebauten Dächer aus Holz mit GFK überzogen undicht wurden. Die manuelle Kontrolle mit einem Schraubenzieher ergab ein vollständige Durchmorschung. Was tun: Natürlich ersetzen. Dieses Mal anständig. Stahldach. Und die Fensterdichtungen (nach der Konsistenz zumindest großteils noch Original) könnten auch gleich ersetzt werden. Eigentlich könnte das Unterschiff ja auch einmal sandgestrahlt und neu aufgebaut werden. Nach über 30 Jahren. Dieses Mal halt von einem Profi.
Also ab in den Westen; So viele Werften gibt es ja nicht - und im Osten muß man dabei bleiben - die Zeit hat ein Selbständiger nicht. Statt nach vier Wochen war das Schiff nach zweieinhalb Monaten abholbereit und sah aus, als ob Lehrlinge ohne Aufsicht eine Müllhalde ab- und eine Kasko aufgebaut und abgedeckt hätten. Die Fahrt in das Wiener Winterquartier verlief freudlos, aber dafür sehr laut: Die neu eingesetzte Wellendichtung am Stevenrohr kreischte dermaßen, daß die Schleusenwärter über Funk besorgt nachfragten, ob denn wirklich alles in Ordnung sei. Ich antwortete einfach mit "Nein" und wischte mir die hereinlaufenden Wassertropfen vom Gesicht.
Kurz darauf wurde das Schiff vom Geschäftsführer der Werft selbst besichtigt, festgestellt, daß die Dächer unsachgemäß gebaut seien und die Fenster samt Dichtungen verschiedene Stärken aufwiesen, was anbetrachts des innen mit dem Wasser herablaufenden Rosts auch keine große Rolle mehr spielte. Also: nach drei Tagen bei minus 17 Grad raus auf die Donau, die "Phoenix" einem dort stehenden Frächter beikoppeln und in die Werft zurücküberstellen. Statt vier Wochen wieder zweieinhalb Monate und wieder abholbereit. Dieses Mal sieht es gut aus. An ein paar Ecken die Augen zudrücken - aber alles Wichtige stimmt. Das Kabel für den abgetrennten Funklautsprecher werde ich auch noch finden.
Phoenix macht wieder Freude. Und dazu ist sie ja schließlich da!

User.Login

sponsored, © & powered by DABIS.eu