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Falke

Das Motorboot "Falke" wurde 1940 von der Bodan-Werft, Kresssborn am Bodensee, unter der Bau-Nr. 368 an die Wasserstraßendirektion Koblenz, damals Sitz der Rheinprovinz, zur Verwendung in Duisburg geliefert. Die Ablieferung erfolgte am 11.09.1940. Das sind die einzigen halbwegs gesicherten Daten des "Falke". Der Rest ist Vermutung und vielleicht können Sie dazu beitragen, die Geschickte des Schiffs zu erhellen.

Länge ü.a. 18 Mt.
Breite ü.a. 3,22 Mt.
Tiefgang 1,20 Mt.
Verdrängung 18 t.
Antrieb Deutz Diesel SA 8 M 517, 8 Zyl., 22 L Hubraum, 165 PS bei 1500U/Min, Untersetzung: 2:1
Material Stahl
Baujahr 1940
Werft Bodan Werft, Kressborn/Bodensee
Heimthafen Korneuburg
Eigner

Mag. Herbert Klein
Mollardgasse 65 / 15
1060 Wien, AT
h.klein[at]gmx.eu


Falke

Falke

Das Motorboot "Falke" wurde 1940 von der Bodan-Werft, Kresssborn am Bodensee, unter der Bau-Nr. 368 an die Wasserstraßendirektion Koblenz, damals Sitz der Rheinprovinz, zur Verwendung in Duisburg geliefert. Die Ablieferung erfolgte am 11.09.1940. Das sind die einzigen halbwegs gesicherten Daten des "Falke". Der Rest ist Vermutung und vielleicht können Sie dazu beitragen, die Geschickte des Schiffs zu erhellen.

Eine Theorie lautete, dass der "Falke" für den Wasserstraßendirektor des Bodensees gebaut wurde, wofür aber keinerlei Hinweis gefunden werden konnte. Auch die Überprüfung der Findmittel zu den einschlägigen Beständen -  Wasser- und Straßenbauamt Konstanz, Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg sowie der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg (Herzlichen Dank an Herrn Ralph Kirst von der Strom- und Schifffahrtspolizei) und des Staatsarchivs Freiburg - konnten keine Hinweise auf Unterlagen über das Motorschiff "Falke" ermittelt werden (Großer Dank an Herrn Rees vom Landesarchiv Baden-Württemberg). Soweit zur Bodensee-Geschichte, wobei natürlich auch der jetzige (angeblich alte Name) des Bootes in die Irre geführt haben mag.
 
Zum Namen "Falke": Am Anker ist der Namen "Falke" aufgeschweißt. Da aber Anker und Ankergeschirr (ca. 60 kg schwer und deutlich nicht Originalbestand, wird in einer Klüse gefahren, sieht aus, wie für einen Fluß nachgerüstet) deutlich vom Plan abweichen (ca. 30 kg mit zierlicher Ankerwinsch und zum händischen über-Bord-Werfen), könnte ich mir vorstellen, dass das Boot für ein anderes Revier als den Rhein gebaut und nachträglich aufgerüstet wurde (Bodensee-Theorie). Darüber hinaus habe ich keinerlei Hinweis auf den Zusammenhang des Namens "Falke" zu meinem "Falke". Erst die Eintragung im Register Mannheim ordnet diesen Namen eindeutig unserem "Falke" zu.

Offensichtlich aber gab es nach dem Krieg ein Polizeiboot namens "Falke", denn ein anderes aus der ersten Serie von Polizeibooten der Bodan-Werft nach dem WK II wurde "Falke II" genannt. Dieses und das Schwesterschiff "Friedrich List" dienten zuletzt als Versuchsträger der Uni Stuttgart für ECDIS-gesteuerte Autopiloten und wurden kürzlich über die VEBEG verkauft. "Friedrich List" befindet sich seither in Linz, Österreich.
 
Eine andere Theorie ist die folgende, die mir ein früherer Miteigner berichtete:
"Zur Historie des FALKE ist mir bekannt, daß das Boot 1940 an den Oberpräsidenten (Polizeipräsidenten) der Rheinprovinz in Koblenz ausgeliefert wurde (Anm.: Der, Josef Terboven, war allerdings samt Stellvertreter zu dieser Zeit schon Sonderbeauftragter des Herrn Adolf H. in Norwegen, aber daß er so ein schönes Boot bekam, scheint realistisch, denn er heiratete eine Sekretärin von Göbbels und dieser und Herr A.H. waren Trauzeugen). Über die Kriegszeit ist nichts bekannt. Nach Kriegsende wurden sämtliche Polizeiboote am Oberrhein von den Franzosen requiriert und in Frankreich weiter benutzt. Dasselbe machten die Engländer in ihrer Besatzungszone am Mittel-und Niederrhein. Die Amerikaner hatten mit Wasser nichts zu tun.
Die Ausstattung der Wasserschutzpolizei nach 1945 erfolgte ausschließlich mit Neubauten. Daß "Falke" den Krieg überlebt hat, ist ein Wunder. Bevor er in den sechziger Jahren ausgemustert wurde, befand es sich in Diensten der WSP Duisburg."
 
Ich bin dieser Spur weiter gefolgt und erhielt dazu folgende Mitteilung (Herzlichen Dank an Herrn Helmut Will , PP Duisburg-Direktion, Zentrale Aufgaben):
"Ich habe meinen Vater (90 Jahre) , der nach dem Krieg von der Marine zur WSP Duisburg wechselte, gefragt, ob er er sich an den "Falken" erinnern kann. Er wohnt ca. 200 km von mir entfernt und besitzt keinen Internetanschluss. So mußte ich ihm das Foto per Post zusenden. Er kann sich an das Boot erinnern, es hieß dort nicht mehr "Falke". Die damalige Bezeichnung ist ihm entfallen. Weiterhin wußte er noch, das das Boot Ende der 50 oder Anfang der 60ger Jahre versteigert wurde. An wen ist ihm nicht bekannt. Ich hoffe, dass ihnen die spärliche Auskunft etwas weiterhilft und verbleibe ..."
Die Ausmusterung und der Zeitpunkt wurden immerhin bestätigt. Herzlichen Dank!
 
Auch habe ich versucht, im Stadtarchiv Koblenz fündig zu werden, weil ich hoffte, daß es ein Bild des so hübschen Boots mit dem markanten Gebäude des Polizeipräsidiums dahinter geben könnte. Das Polizeipräsidium dient heut der zentralen Beschaffungsstelle der Bundeswehr: "Leider können wir Ihnen nicht viel weiterhelfen. Das Motorboot taucht auf den bei uns archivierten Fotos bzw. in unseren Aktenbeständen nicht auf. Josef Terboven war - wie Sie bereits schreiben - seit 1935 Oberpräsident der Rheinprovinz. Als Gauleiter von Essen führte er seine Dienstgeschäfte seit ca. 1937 aber meist von Essen aus und ließ sich in Koblenz durch seinen Vize-Präsidenten vertreten. Polizeipräsident von Koblenz war seit 1933 bis 1945 August Wetter (* 25.9.1890 Forsthaus Giebelhardt bei Wissen/Sieg, + 22.8.1970 Siegen).

Seit wir den "Falke" 2005 kauften, haben wir an Bord zwischen Vienne an der Rhone und Mohács an der Donau rund 7.000 km zurückgelegt und freuen uns immer wieder auf´s neue, ein Wochenende auf dem "Falke", der für uns zu einem Art Haustier wurde, verbringen zu dürfen.

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