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2016.11.30 - Niedersachsen lehnt neue Sicherheitsestimmungen für Traditionsschiffe ab

dpa


Sie heißen "Seute Deern", "Prinz Heinrich" und "Wilhelmine von Stade": In vielen Küstenorten sind die historischen Schiffe ein Anziehungspunkt für Touristen. Doch ehrenamtliche Skipper und Betreibervereine sorgen sich nun um die Zukunft ihrer Gefährte. Denn ein von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) geplanter Gesetzesentwurf sieht eine Verschärfung der Sicherheitsvorschriften vor, die die Betreiber überfordern könnte. Im Niedersächsischen Landtag hat Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) am Mittwoch daher eine Überarbeitung des Entwurfs gefordert. "Wir haben 17 schwimmende Denkmäler in Niedersachsen, und das Besondere ist: Sie schwimmen noch", sagte er. "Es geht nicht nur um die Traditionsschifffahrt, sondern auch um die vielen Ehrenamtlichen, die sich dort engagieren".

Wie bedroht ist die Traditionsschifffahrt?
Die Vorschrift soll von 2017 an die bauliche Beschaffenheit der Schiffe, Brandschutz und Ausrüstung sowie die Qualifikation der Crew neu regeln. Künftig sollen die strengeren Sicherheitsbestimmungen aus der Berufssschifffahrt angewendet werden. "Absurd" nennt die SPD-Abgeordnete Silke Lesemann die Richtlinie. So werde beispielsweise gefordert, dass jedes Schiff einen gleich großen Anker haben müsse. Auch sollen künftig Holztreppen mit Stahl unterfüttert werden. Die Anforderungen an die Qualifikation der Crew, deren Seediensttauglichkeit künftig amtlich bestätigt werden muss, sei für die Betreiber ein Hindernis, sagte Susanne Menge (Grüne). "Ehrenamtliche Crews mit wechselnden Mitgliedern können doch nicht verglichen werden mit Seeleuten in der kommerziellen Schifffahrt".

Teil des kulturellen Erbes geht verloren
Für den CDU-Abgeordneten Bernd-Carsten Hiebing steht fest: "Diese Richtlinie bedeutet das Aus für die Traditionsschiffe und ist eine Ohrfeige für die Betreiber dieser historischen Flotte". Dabei seien die alten Schiffe Teil des kulturellen Erbes und ein Aushängeschild, das den Tourismus in jedem Küstenort belebe.

Traditionsschifffahrt appelliert an Verkehrsministerium
Auch die ehrenamtlichen Betreiber von Traditionsschiffen sehen ihre Schiffe weiter durch eine geplante Verordnung des Bundesverkehrsministeriums bedroht. Wie einer ihrer Vertreter am Dienstag in Berlin sagte, sollen künftig an Bord der alten Segler vielfach Standards der Berufsschifffahrt gelten. Viele der geforderten Umbauten seien nicht realisierbar oder nur mit einem Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Nutzen stehe. Zudem erhöhe sich der Verwaltungsaufwand massiv. Sie forderten ein Konzept, das für Sicherheit sorge und gleichzeitig das ehrenamtliche Engagement ausreichend berücksichtige. In der jetzigen Fassung drohe in kommenden Monaten und Jahren ein «Schiffesterben». In Deutschland sind noch rund 120 Traditionsschiffe registriert.

( dpa / ndr.de / kl )

 

 


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