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2016.10.20 - D: Droht Traditionsschiffen das Aus? Sicherheit vor Tradition?


Steht die Traditionsschifffahrt in Deutschland kurz vor dem Untergang? Nicht wenige Betreiber dieser alten Schönheiten beantworten diese Frage ganz klar mit Ja. Und das aus ihrer Sicht mit gutem Grund: Zu Jahresbeginn 2017 soll eine neue Sicherheitsrichtlinie des Bundesverkehrsministerium greifen. Sie besagt, daß die in die Jahre gekommenen und meist ehrenamtlich betriebenen Kutter, Dampfschiffe und Windjammer die gleiche Sicherheit bieten sollen, wie moderne Passagierschiffe. Aber kann das überhaupt umgesetzt werden? Der Streit ist in vollem Gange.

Hanse-Sail-Chef sorgt sich um "Hauptdarsteller"

Auf der einen Seite steht das Bundesverkehrsministerium, auf der anderen die maritimen Ehrenamtler, die seit Jahr und Tag die Schiffe in Fahrt halten. Es geht um eine Flotte von gut 100 mehr oder weniger historischen Schiffen. Diese sollen sicherheitstechnisch ähnlich ausgerüstet werden wie die Berufsschifffahrt. Hanse-Sail-Chef Holger Bellgardt sorgt sich um seine "Hauptdarsteller", wie er sagt, und empfindet insbesondere das Verfahren als Ärgernis: "Das funktioniert nicht, was da vorgelegt wird". Die Betreiber der Schiffe, auf denen die Richtlinien umgesetzt werden müssen, hätten lediglich 40 Tage Zeit gehabt, um sich mit den Neuerungen auseinanderzusetzen. "Das macht man einfach nicht mit Ehrenamtlern", ist Bellgardt verärgert.
"Deutsches Beamtentum hat zugeschlagen"
Aus Bellgardts Sicht gab es überhaupt keinen neuen Regelungsbedarf. Die Sicherheitsstandards auf den Schiffen, die zur Hanse Sail kommen, waren und sind hoch, meint er. Und darin pflichten ihm andere Akteure der Szene bei. So auch Hans Peter Wenzel, Vorsitzender des Rostocker Museumshafens. Seine als Zeese gebaute "Concordia" ist knapp 90 Jahre alt und nicht betroffen, weil er sie als Sportboot und nicht für Geld fährt.
Sauer ist er dennoch. "Das deutsche Beamtentum hat hier richtig zugeschlagen". Wenzel nennt ein Beispiel für die überzogenen Forderungen: So soll ein Schiff mit hölzernem Rumpf einen feuersicheren Maschinenraum haben. "Das ist ein technisches Problem, das kaum lösbar ist auf traditionellen Fahrzeugen, die zu anderen Zeiten und nach anderen Vorschriften gebaut worden sind".
Museumschef befürchtet Tod auf Raten
Im Museumshafen Greifswald gibt es 50 alte Schiffe. Aber nur fünf fahren noch regelgerecht als Traditionsschiffe und versuchen mit Ausfahrten Geld für den Erhalt zu verdienen. Ein Muss, sagt Vereinschef Volker Pesch. Die Kosmetik für die alten Damen kostet. Auf der Habenseite aber, so Pesch, stehen der Erhalt des maritimen Erbes und die Bewahrung seemännischer Traditionen. Er spricht vom Tod auf Raten. Soweit will Hanse-Sail-Chef Bellgardt nicht gehen. "Ich hoffe, dass man sich erneut an einen Tisch setzt und Lösungen findet". Es sollte in Deutschland zudem möglich sein, mustergültige Lösungen für ganz Europa zu erzeugen.

( ndr.de / kl )

 

 


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